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Reformation bewegt

Reformation bewegt!

So lautet der Titel des Bildungs- und Kunstprojekts der Reformierten Kirche Baselland zum 500-jährigen Reformationsjubiläum, das in unserer Kirche vom 25. August bis zum 15. September ausgestellt ist.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am Sonntag, 25. August 2019, um 11.15 Uhr in der Kirche Andelfingen statt.

Bewegt uns die Reformation tatsächlich noch? Oder ist sie bloss ein geschichtliches Ereignis, das vor langer Zeit stattfand und heute kaum mehr von Bedeutung ist?

Tatsache ist, dass die Reformation seinerzeit zu tief greifenden Veränderungen in Gesellschaft und Kirche geführt hat, die bis heute nachwirken, auch wenn das nicht immer das Erste ist, was uns vor Augen steht. Die FlapArt-Ausstellung gibt mit 40 Bildern und vertiefenden Texten einen gut verständlichen Überblick über das, was damals eigentlich geschehen ist. "FlapArt" ist eine Kunstform, die aus aus einem statischen Bild mit einem mobilen Teil (Fenster) besteht: Das bewegte Element ist eine Faltblattanzeige, die vielen bekannt sein dürfte von den früheren Ankunfts- und Abfahrtsanzeigen an Bahnhöfen mit dem vertrauten Rattern. So wird das Geschehene anschaulich und man kann mit dem Handrad, an dem alle drehen dürfen, selber auf Entdeckungsreise durch die Geschichte gehen.
Die Reformation hat sich nie als abgeschlossene Bewegung verstanden. Semper reformanda - immer wieder neu zu reformieren sind Kirche und auch Gesellschaft.

Im Motto des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes kommt das gut zum Ausdruck: "quer denken, frei handeln, neu glauben". Die Reformatoren stellten die bedingungslose Liebe Gottes, die den Menschen von allen Zwängen befreit, neu in den Mittelpunkt. Es ist die Gnade Gottes und nicht das menschliche Tun, das den Menschen rechtfertigt; das ermutigt uns dazu, neu und frei zu glauben und zu handeln und auch einmal quer zu denken. Das ist heute in einer Zeit, wo wir uns ständig präsentieren müssen, auf allen Ebenen konkurrenzfähig sein sollen und wo uns alle möglichen Dienstleister davon überzeugen möchten, uns da und dort zu optimieren, so aktuell und befreiend wie vor 500 Jahren.

Die Ausstellung lädt uns dazu ein, die zum Teil etwas in Vergessenheit geratene Botschaft der Reformation für uns neu zu entdecken und uns gleichzeitig zu fragen, wie Reformation heute bewegen kann.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am Sonntag, 25. August 2019, um 11.15 Uhr in der Kirche Andelfingen statt. Zwei kompetente HistorikerInnen aus (Klein-)Andelfingen werden uns einen kurzen Einblick in die Projektentstehung und in die Zeit der Reformation geben: Alexandra Kess-Hall, welche als langjährige Mitarbeiterin am Institut für Kirchengeschichte in Zürich die Briefe des Zwingli-Nachfolgers Bullinger mit herausgegeben hat, und mein Mann Christopher Weikert, der als Projektmitarbeiter den Grossteil der Texte im Begleitheft zur Ausstellung verfasst hat und dem wir die Quer-Verbindung zur Reformierten Kirche Baselland, die uns mit ihrer ländlichen Struktur in vielem verwandt ist, quasi zu verdanken haben. Marielle Haag wird die gut halbstündige Vernissage mit Musik aus verschiedenen Epochen begleiten.

Anschliessend sind alle herzlich zum Apéro eingeladen, an dem natürlich auch ein paar Rauchwürste, die beim berühmt gewordenen Fastenbrechen mit Wurstessen bei Froschauer in Zürich seinerzeit serviert wurden, nicht fehlen dürfen.

Der Gottesdienst am selben Morgen um 10 Uhr wird von dem Text handeln, der Luther seinerzeit die Augen für die Gnade Gottes geöffnet hat und als seine "reformatorische Grunderkenntnis" gilt: Römer 1,16-17. Dazu singen wir Lieder mit speziellem Bezug zur Reformation.

Die Ausstellung wird anschliessend drei Wochen lang in der Kirche Andelfingen (beim hinteren Eingang) zu sehen sein und kann unter der Woche täglich zwischen 9 und 17 Uhr frei besucht werden (sonntags vor und nach dem Gottesdienst). Bücher mit den vertiefenden Texten zur Ausstellung liegen sowohl zur Ansicht als auch zum Verkauf auf und können für Fr. 20.- erworben werden. Ebenfalls zu sehen sein werden ein Faksimile der ersten in der Reformationszeit in Zürich gedruckten deutschen Bibel, die die Kirchgemeinde zur Ausstellung als Geschenk von Hanna und Johannes Herter erhält, und unsere alten hölzernen Abendmahlskelche. Weiter steht ein Flipchart bereit, auf dem Sie Ihre Meinung dazu, wie Reformation heute bewegt oder bewegen sollte, als Gedankenanregung für uns notieren können.

Wir freuen uns auf Ihren und euren Besuch der Ausstellung und den Gedankenaustausch!
Für Kirchenpflege und Pfarrteam Andelfingen: Milva Weikert

Film: https://youtu.be/tTQKur405MU

 
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